Wohnungsräumung nach Auszug: Besenrein übergeben
23. August 2026
Was „besenrein“ in der Praxis bedeutet
GEOSBAU ist ein unabhängiger Ratgeber. Wir führen keine Räumungen durch und vermitteln keine Aufträge.
Besenrein ist kein Hotelstandard. Es bedeutet: Die Wohnung ist geräumt, grob gereinigt und ohne persönlichen Besitz. Was genau erwartet wird, steht im Mietvertrag – lesen Sie ihn, bevor Sie den letzten Karton packen.
Typisch erwartet:
- keine Möbel, Kleinteile oder Müllsäcke
- Böden gefegt oder gesaugt
- Küche und Bad entkalkt und frei von Lebensmitteln
- Keller-, Dachboden- und Garagenabteile leer
Ablauf in fünf Schritten
1. Inventar machen
Gehen Sie Raum für Raum mit Foto. Notieren Sie Einbauten, die bleiben müssen (Küche, Lampen laut Vertrag).
2. Räumen vor Putzen
Erst alles raus, dann reinigen. Umgekehrt verdoppelt sich die Arbeit.
3. Außenflächen nicht vergessen
Balkon, Terrasse, Kellerverschlag, Parkplatz und Briefkasten gehören zur Übergabe dazu.
4. Spuren dokumentieren
Mängel, die schon bei Einzug da waren, gehören in das Übergabeprotokoll – nicht in eine Diskussion an der Tür.
5. Schlüssel, Codes, Nachweise
Alle Schlüssel, Chipkarten und Garagenöffner. Quittungen für fachgerechte Entsorgung können bei Streit helfen.
Was oft zu Kautionsthemen wird
- Dübellöcher über das Vereinbarte hinaus
- starke Verfärbungen, die über normale Abnutzung gehen
- nicht entfernte Klebefolien und Teppichkleber
- volle Müllräume oder Kellerabteile
Übergabeprotokoll: kurz und klar
Datum, Anwesende, Zählerstände, Schlüsselanzahl, sichtbare Mängel, Unterschriften. Fotos mit Zeitstempel (Handy) sichern den Stand.
Eine saubere Räumung ist keine Höflichkeit – sie ist der letzte, oft teuerste Schritt des Mietverhältnisses. Wer ihn plant, übergibt ruhiger.